Kooperative Infrastruktur (KI)

Das Agieren in kooperativen Systemen wirft neue Fragestellungen für die öffentliche Hand auf. Betrieb und Ausbau der Verkehrssteuerungssysteme im Feld und in der Zentrale sind davon betroffen. Das Teilprojekt „Kooperative Infrastruktur (KI)“ greift diesen Informationsbedarf der öffentlichen Hand auf. Es reflektiert die in UR:BAN VV entstehenden Applikationen sowie das heute anzutreffende Umfeld aus Standards und Regelwerken an der Situation eines urbanen Infrastrukturbetreibers.

Der aktuelle Ausbauzustand der Verkehrszentralen in Städten, existierende Standards und Schnittstellen und Vorgaben aus dem ITS Actionplan der Richtlinie 2010/40/EU dienen als Basis für die Erfassung des Umfeldes. Das Teilprojekt entwickelt Referenzarchitekturen, zeigt notwendige Teilsysteme und Schnittstellen und greift wesentliche betriebliche Aspekte bei der Einführung kooperativer Systeme auf. „Kooperative Infrastruktur“ betrachtet diese Aspekte in einer Reihe von Dokumenten, deren zentrale Beiträge schließlich in einem Leitfaden münden. Auch unterstützt das Teilprojekt die konkrete Implementierung der Applikationen der anderen UR:BAN VV Teilprojekte in den Städten.

Das Teilprojekt „Kooperative Infrastruktur“ stellt die Übertragbarkeit und Erarbeitung von Referenzsystemen auf Seiten der öffentlichen Hand sicher und gewährleistet so die Nachhaltigkeit des Forschungsprojektes und Übertragbarkeit der UR:BAN-VV Ergebnisse zur Einführung kooperativer Systeme in den Kommunen.

Ebenso ist die Wirkungsbewertung der entwickelten Systeme und Applikationen der Projektsäule „Vernetztes Verkehrssystem“ (VV) im Teilprojekt „Kooperative Infrastruktur“ angesiedelt. Es koordiniert die Harmonisierung der Ziele, die Erhebungsmethodik, Planung und Durchführung der verkehrlichen Bewertung. Hier soll vor allem quantitativ gezeigt werden, ob die Applikationen die Erwartung der Optimierung des Verkehrsgeschehens erfüllen können. Darunter ist die Effizienzsteigerung des Verkehrssystems durch die Reduktion von Stau- und Reisezeiten, die Wirkung umweltrelevanter Größen (z. B. Abgasreduktion, Kraftstoffeinsparung) sowie Verbesserungen hinsichtlich der Verkehrssicherheit zu sehen. Weiterhin zielt die Bewertung darauf ab, aus den Wirkelementen und Ergebnissen der Einzelbewertungen übertragbare Aussagen (Hochrechnung) zu generieren. Die verkehrliche Bewertung ist somit ergänzend zu den Betrachtungen detaillierter Zusammenhänge im Kontext der Teilprojekte „Regionales Netz“, „Urbane Straße“ und „Smarte Kreuzung“ zu sehen.