UR:BAN liefert ausgezeichnete Ideen für die Stadt von morgen

Kirchheim/Teck, 23. September 2013.  Die Forschungsinitiative UR:BAN gehört zu den Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2013/14. Der Wettbewerb stand im Zeichen des Themas „Ideen finden Stadt“. Damit würdigen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank Ideen und Projekte, die Lösungen für die Herausforderungen der Städte und Regionen von morgen bereithalten. UR:BAN (Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement) wird dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit der bestehenden Verkehrsinfrastruktur zu verbessern. Denn für alle Verkehrsträger gilt: Das intelligente Zusammenwirken von Fahrzeug und Infrastruktur wird das vorhandene Potenzial für mehr Sicherheit, Kapazität und besseren Verkehrsfluss erschließen.

Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie entstand mit UR:BAN ein leistungsstarkes Zusammenspiel deutscher Forscher aus Industrie und Wissenschaft. Teil der Projektarbeit ist es, die in den Testfeldern der Städte Braunschweig, Düsseldorf und Kassel erarbeiteten verkehrlichen Lösungen schnell in anderen Städten implementieren zu können. In Kombination mit anderen, beispielsweise städteplanerischen Maßnahmen, besteht die Chance, urbane Mobilität kontinuierlich zu verbessern und nachhaltig zu sichern. Die Ergebnisse der Feldversuche werden es den Kommunen ermöglichen, effiziente Verkehrsstrategien zu entwickeln und optimal an ihre individuellen Randbedingungen anzupassen.

Zwei Drittel aller Unfälle passieren innerorts. So sind im Jahr 2012 dort über 250.000 Personen verunglückt. Die Reduzierung von Verkehrsunfällen ist deshalb ein dringendes Gebot - insbesondere in Städten. Die in UR:BAN entwickelten, hochpräzisen Assistenzsysteme werden dazu beitragen, die Sicherheit im innerstädtischen Verkehr signifikant zu erhöhen. Sie stellen die notwendige Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Produktentwicklung dar. So entstehen alltagstaugliche Assistenzsysteme, um den Verkehr in den Städten zukünftig besser bewältigen zu können und sicherer zu machen.

Innovationen für die Stadt der Zukunft     

Deutschlandweit bewarben sich rund 1.000 Forschungseinrichtungen, Unternehmen oder Vereine mit ihren zukunftsweisenden Projekten zum Thema „Ideen finden Stadt“. Unterstützt durch einen Fachbeirat wählte eine unabhängige 18-köpfige Jury die 100 Preisträger in den Kategorien Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Umwelt, Bildung und Gesellschaft. Die „Ausgezeichneten Orte 2013/14“ haben nun die Möglichkeit, Bundessieger in einer der sechs Wettbewerbskategorien zu werden. Zusätzlich kann ab Oktober ganz Deutschland in einer Online-Abstimmung den beliebtesten „Ausgezeichneten Ort“ wählen. Auf www.ausgezeichnete-orte.de sind Informationen zu allen Projekten abrufbar.

 


UR:BAN    Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement

31 Partner aus Automobil- und Zulieferindustrie, Elektronik- und Softwarefirmen, Universitäten sowie Forschungsinstitute und Städte haben sich im Verbundprojekt UR:BAN zusam-mengeschlossen. In gemeinsamer Forschungsarbeit entwickeln sie bis Ende 2015 neue Fahrerassistenz- und Verkehrsmanagementsysteme für die Stadt. Besondere Beachtung findet dabei der Mensch in seinen vielfältigen Rollen im Verkehrssystem - als Fahrer, Fuß-gänger, Radfahrer oder Verkehrsplaner. UR:BAN leistet nicht nur einen erheblichen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im städtischen Verkehr - durch den Ausbau von intelligenter Infrastruktur und deren Vernetzung mit intelligenten Fahrzeugen kann zudem die Verkehrsef-fizienz bei gleichzeitiger Senkung des Emissionsausstoßes optimiert werden. Das Gesamt-budget für die Forschungskooperation beträgt 80 Millionen Euro. Rund 50 Prozent davon trägt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des 3. Verkehrs-forschungsprogramms der Bundesregierung.

Beteiligt sind Adam Opel AG, AUDI AG, BMW AG, BMW Forschung und Technik GmbH, Robert Bosch GmbH, Bundesanstalt für Straßenwesen, Continental Automotive GmbH, Continental Safety Engineering International GmbH, Continental Teves AG & Co. oHG, Daimler AG, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, GEVAS Software GmbH, Heusch/ Boesefeldt GmbH, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, ifak Magdeburg e.V., MAN Truck & Bus AG, PTV Group, Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen, Landeshauptstadt Düsseldorf, Stadt Kassel, TU Braunschweig, TU Chemnitz, TU München, TomTom Development Germany GmbH, TRANSVER GmbH, Universität der Bundeswehr München, die Universitäten Duisburg-Essen, Kassel und Würzburg und die Volkswagen AG. Als Unterauftragnehmer arbeiten zudem zahlreiche Universitäts- und Forschungsinstitute sowie kleinere und mittelständische Unternehmen in den Projekten mit.

Weitere Informationen unter www.urban-online.org

Ihr Pressekontakt:
Walter Scholl
UR:BAN-Büro
Telefon: 07021-978181
Fax: 07021-978182
urban@WES-office.de


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